Briefkasten

    • Ein Brief flattert ins Haus der Nachtigall.
      Jemand bemühte sich wirklich ordentlich zu schreiben, und sorgte sogar für ein einigermaßen hochwertiges Papier - das Auge isst eben mit, so heißt es doch!
      Adressiert ist das Schreiben an Esmeret Eseri. Auf der Umschlagrückseite befindet sich die Adresse des Absenders.

      Geschrieben steht:



      Text in Reinform

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      Sehr geehrte Mademoiselle Eseri,
      Schutzpatronin nächtlicher Singvögel,
      Impresaria schöner Künste!

      Jüngst hörte ich von Eurem Vorhaben und dem Hause, welches Ihr sowohl für amüsante Kurzweil als auch das Gedeihen geistigen Reichtums den Leuten zugänglich zu machen gedenkt, und ich gestehe meine Begeisterung! Im Zuge dieser möchte ich just die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen, mich in aller Kürze vorzustellen.
      John Bryce ist der Name, Sohn eines Olvianer Möbelbauers, Zimmerer mit Gesellenbrief, und - so Ihr es wünscht, der zukünftige Bühnenmeister Eures Vertrauens. Notwendiges Repertoire bringe ich aus meiner Ausbildung, ausgiebigem Recherchestöbern und dreieinhalb Jahren Erfahrung an einer städtischen Kleinkunstbühne mit; hilfreiche Methoden außerdem, um depressive Künstler aufzumuntern und gestressten Entrepeneuren eine verlässliche Schulter zu sein.
      Über eine Gelegenheit mich persönlich in Eurem Hause vorzustellen, würde ich mich außerordentlich freuen.
      Zeugnis und notwendiges Schriftgut bringe ich mit.
      gez.
      J. Bryce
    • Wohlbehalten trudelt der Brief ein, getragen vom schweigsamen Wisal, dessen Schritte besonnen sind und das edle Etablissement nach seinem kurzen Ausgang unter einem Lächeln betreten. Sogleich wird das Schriftstück dann auch überreicht und von der jungen Mademoiselle gelesen, ehe nur wenig später eine schwungvolle Feder über feines Papier zu jagen beginnt. Ein Temperament geht wohl sichtlich mit der Schrift einher und will den Enthusiasmus nur wenig verbergen, der da fest in der Schreiberin hockt.






      Text in Reinschrift:

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      Sehr geehrter Monsieur Bryce,

      euer Anliegen ist uns eine Freude und so ist es mir ein Vergnügen, euch im hohen Haus der Nachtigall, für Kunst und Kultur geschaffen, begrüßen zu dürfen. Bringt euch nur rasch herbei, zur frühen Abendstunde des sechsten Tages, sofern ihr dort bereits Zeit findet. Andernfalls lasst es uns wissen und wir ersuchen einen frischen Termin zur Vorstellung.

      Gez.

      Esmeret Eseri
    • [IC] Genehmigung Gewerbe / Gebäudebezug /Aufenthaltserlaubnis



      *Ein Schreiben, unterzeichnet von der Stadtverwaltung, sowie im Wachsabdruck das Wappen Calpheons*




      Absender: Stadtverwaltung Calpheon

      Mitarbeiter/in: Veda Hosidia

      Aktenzeichen:PVG-1209-OST






      Miss Esmeret Eseri,


      hiermit erhalten Sie in schriftlicher Form, die Genehmigung für den Bezug des Gebäudes im "Kapellenviertel", zur Unterhaltung des kulturell geförderten Künstlerhauses.
      Wie bereits mündlich mitgeteilt, beträgt der Umfang einer kulturellen Förderung durch Kirche und Staat, in Form einer zusätzlich investierten Projekt Mietpauschale, insgesamt 20%.
      Diese werden jeweils beim Abzug der monatlichen Mietkosten verrechnet.

      Des weiteren erhalten Sie beiliegend der Genehmigung, sowie der Aufenthaltserlaubnis, nochmal sämtliche Hinweise zu den Gesetzen und Richtlinien Calpheons.
      Bei nicht Einhaltung der geltenden Vorschriften und Richtlinien, behält sich das Reich Calpheon vor, mit aller für Recht betrachteten Härte gegen die Betreiber und Mitwirkenden des Künstlerhauses und Projektes vorzugehen und Maßnahmen durchzuführen.

      Als Betreiber und Verantwortliche des Projektes wurden Sie, Miss Esmeret Eseri, sowie ihr Geschäftspartner, der Herr Wisal in den Unterlagen eingetragen.



      Ehre Elion!



      Veda Hosidia

      Beamtin der Stadtverwaltung Calhpeons





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    • Reinschrift
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      Geehrte Mademoiselle Eseri,
      ich bin zwar noch nicht sehr lange in der Stadt, aber jüngst
      erreichte mich die Kunde über die Nachtigall, das Künstler-
      haus, und über seine ambitionierten Pläne!
      Mein Name ist Jordys Niewinter, geboren und
      aufgewachsen auf einem Hof auf den nördlichen Getreideplantagen.
      Ich kann zwar nicht mit einer vieljährigen Ausbildung glänzen,
      aber doch weiss ich ausgezeichnet mit Farbtigel, Feinhaarpinsel,
      Kohletusche und Rouge umzugehen. Auch Flecht-
      frisuren, Hochsteckzöpfe und Bartstutzungen habe ich
      bereits mannigfaltig und stets zur vollsten Zufriedenheit ausge-
      führt. Ich würde Euch gerne persönlich von meinen
      Fähigkeiten überzeugen, um in Zukunft für die Nachtigall
      als Maskenbildnerin zu arbeiten. Ich erwarte Eure Antwort
      ich sehe Eurer Antwort entgegen und verbleibe mit besten Wünschen,
      Elions Licht mit Euch

      Jordys Niewinter
    • Auch an diesem Tage wird die Post hereingeholt und auf eine Antwort muss man nicht allzu lang warten. Schwungvoll wird dabei die Feder zu Papier gelassen und am Ende wirkt die Mademoiselle recht zufrieden. Dann schickt sie den großen schwarzen Mann hinaus, der wiederum das Schriftwerk abschickt.





      Text in Reinform
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      Sehr geehrte Mademoiselle Niewinter,

      mit Freuden las ich Euren Brief und möchte Euch im Künstlerhaus schon bald begrüßen dürfen. Am Abend des zweiten und vierten Tages der Woche und jeweils zur achten Stunde, können talentierte Künstler ein Vorsprechen in unserem Hause meistern. Sollte Euch einer dieser Termine bereits zusagen, so wäre es wunderbar, würdet Ihr uns euer Geschick dort einmal präsentieren. Ist dem anders, so haltet noch einmal Rücksprache mit mir.

      Gez.

      Esmeret Eseri

    • Die Glocken der Kathedrale leuten zum Mittagsgebet, als sich ein junger Stadtbote mit einem reich beladenen Bollerwagen zur Nachtigall verirrt. Noch nicht ganz in seine Uniform gewachsen und entsprechend halb verloren in seinem übergroßen Jäckchen, präsentiert der Bub dem schweigsamen Wisal wenigstens ein ausgewachsenes Zahnlücken-Grinsen, bevor er anfängt etwas seiner Fracht bei ihm abzuladen. Ein halb gefüllter Jutesack wechselt den Besitzer, ebenso ein kleiner Blumentopf, dessen Bewohner den letzten Schimmer der Morgensonne in seinen Blättern trägt- ein recht junger Spross des Aurorakrautes.

      "S' für den riesigen Koch und den kotzenden Blonden, soll ich ausrichten! Oh ausser das Kraut da. Das für ne Fensterbank, wo die Morgensonne drauf fällt, ja?"

      Einige, viel zu lange Momente, glotzt der Bub noch hoch- erwartungsvoll möchte man meinen- dann eilt er wieder zu seinem Bollerwagen und scheppert damit drei Häuser weiter, die nächste Lieferung weg bringend.

      'Der Jutesack'

      Ganz oben auf, dort wartet ein kleines Holzkästchen darauf geöffnet zu werden. Gänzlich schmucklos in seiner Beschaffenheit, wartet dafür darin ein kleiner Schatz: zwei alte Stechbeitel, sorgsam aufbereitet, wo die hölzernen Griffe mit ihren floralen Schmuckmustern bereits abgegriffen waren. Die dunklen Zeichnungen auf den hellen Holzgriffen wurden von sorgsamer Hand neu aufgetragen und alles versiegelt, damit man die Werkzeuge bedenkenlos nutzen kann, ohne sich Splitter in die Hand zu treiben. Am Hals des Werzeuges finden sich zudem die Initialien N.B. , die filigran ins Eisen geätzt wurden und auf den ersten Blick kaum erkennbar sind.

      Desweiteren findet man im Sack einen Kohlkopf, drei Möhren, zwei Äpfel, vier Zwiebeln, zwölf Kartoffeln,je einen Bund frischer Pfefferminze, Johanniskraut, Fenchel und ein Beutelchen mit Kamillenblüten, ausreichend für sicherlich zwei bis drei Teekannen und eine gute Hand voll Kümmelsamen, ebenfalls in einem Säckchen.
      Die meisten Nahrungsmittel tragen noch Erde an sich und wurden nur grob geputzt. Ob der Gönner zu faul für diese Arbeit war? Andererseits mag das gefaltete Zettelchen, ganz am Grunde erklären, warum man alles 'Fang- und Erntefrisch' in den Sack befördert hat:

      "Das komischä Etedings was die Medels wollten und die Anrichte sint zurükk gelegt.
      Finger wäg fom Absintthering und ässt lieber ne gute Suppe.


      Bella


      P.S.: die Säkkä brauch ich wiider!!"



      Was wäre Vernunft und Nüchternheit ohne das Wissen vom Rausch, was wäre Sinnenlust, wenn nicht der Tod hinter ihr stünde?
      Hermann Hesse



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    • Im Briefkasten der Nachtigall findet sich ein sehr edler Umschlag welcher mit einem dicken Wachssiegel. Darauf ist das Wappen der Familie de Navarre zu erkennen. Folgendes Pergament ist darin zu finden.




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      Sehr geehrte Lady Esmeret,

      Das Haus Navarre beabsichtig einen Ball zu geben. Hierfür suchen wir Musiker oder Künstler welche dort ihr Können
      zum besten geben möchten. Vielleicht könnt ihr mir eine kleine Aufstellung zukommen lassen damit ich einen
      Überblick bekomme was euer Haus der Künste zu bieten hat.

      Hochachtungsvoll Tyler Hadir.