[IC] Ein Schrein der Fürbitten und des Gedenkens

    • [IC] Ein Schrein der Fürbitten und des Gedenkens

      - Ein Schrein der Fürbitten und des Gedenkens -


      Tritt man durch das Eingangsportal der Kathedrale, so befindet sich ein gutes Stück im rechten Seitenschiff des stolzen Bauwerkes in einer Mauernische ein kleinerer Schrein, über welchen ein Adler seinen Schwingen breitet. Auf der Brust jenes Adlers erkennt man das hinein geschlagene Zeichen Elions, das in einer Klinge endet. Einige Kerzen brennen zu jeder Tages- und Nachtzeit darauf und werden wohl von den Dienern der Stätte stets ersetzt.
      Unterhalb der Klauen des Adlers befindet sich ein verzierter und aus dunklem Holz gefertigter Kasten mit einem Briefschlitz, in welchem Gläubige wohl ihre Anliegen, ihre Bitten oder aber Wünsche hinterlassen können.

      Es ist bekannt, dass der Schrein mitunter das Werk eines calpheonischen Künstlers ist, der wiederum von der Familie des Priesters Leorick Dharavan beauftragt wurde. Eben jener Priester kümmert sich auch um diese kleine Gebetsnische - wahrscheinlich eine von Dutzenden - und verwahrt den Schlüssel, der den gehüteten Behälter unter den Adlerklauen öffnen mag.
      Somit geschieht es nicht selten, dass Gläubige, die sich ob ihrer Sorgen an den Priester wenden möchten, eine Botschaft dort hinterlassen.

      Wer wiederum eine Kerze entzünden oder eine offene Fürbitte hinterlassen will, die wiederum in einem der Gottesdienste verlesen wird, vermag dies ebenfalls zu tun - gegen eine obligatorische Spende versteht sich.


      -----*-----

      [OOC-Teil]
      Es handelt sich hierbei um eine Kleinigkeit, die das Zusammenspiel fördern soll, da keiner von uns 24/7 in und um die Kathedrale herum anwesend sein kann.
      Was auch immer eure Charaktere als Anliegen oder Informationen hinterlassen wollen, könnt ihr hier in den Thread oder als Private Nachricht gerne an mich senden - allerdings bei letzterem dann mit einem kleinen Vermerk hier, dass und wann ihr etwas in den Kasten gelegt habt.

      Ebenfalls könnt ihr so IC um ein Gespräch oder die Möglichkeit zu einer Beichte bitten, auf dass unsere Charaktere zu einem Termin zusammen finden können.
      Bei entsprechender Nachfrage werde ich hierfür einen kleinen Beichtraum im Umfeld der Kathedrale einrichten.

      Sollten sich andre Priester an diesem Schrein beteiligen wollen, ist es sicher möglich, Schlüssel zu erhalten oder sich kurz zu schließen. Dann editiere ich es in diesem Thread.

      Eine letzte wichtige Anmerkung:
      IC wird dieser kleine Schrein durchaus im Auge behalten. Wenn er also verschandelt wird, bitte ich darum, mich zu informieren.

      Auf gemeinsames Rollenspiel!
      - Whynter
      "Ich diene dem Reiche. Einer muss es ja tun."
      - Varys (Game of Thrones)-
    • Am frühen Morgen sieht man die Lady Caitrionagh de Salvador eben vor jenem Schrein knien, eine Kerze wird entzündet, der Kopf zum stillen Gebet geneigt.
      Nachdem sie ihr Gebet beendet hat übergibt sie einen kleinen Beutel, wohl als Spende.
      The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing.
      Edmund Burke
    • Es findet sich ein kleiner Zettel an besagtem Schrein. Fahrig beschrieben von kundiger Hand.

      Inhalt

      Ehrenwerter Priester Dharavan,

      Eine bescheidene Person wünscht euch ein Angebot zu unterbreiten. Eine bescheidene Person sieht Missstände in den dunklen Mauern hochgelobter Freudenhallen. Eine bescheidene Person hat Wahrheiten, wo nur Lügen erzählt werden.
      Ich werde heute Abend in den heiligen Hallen warten, so ihr denn mit einer bescheidenen Person sprechen mögt.

      Hochachtungsvoll
      M.



      "Wer die Klinge beim Griff ins Dunkel nicht erwartet, den schneidet sie umso tiefer."

    • Stockfinster ist es draußen als schwere Schritte durch die Kathedrale hallen und sich in jedem Winkel der Halle verfangen. Nicht einmal der Mond hat es in dieser Nacht gewagt sein Gesicht im Himmel zu zeigen und so ist es alleine den unzähligen Fackeln und Kerzen zu verdanken, dass überhaupt etwas Licht durch den Mantel der Finsternis dringt. Und eben jene Schritte. Ein alter Mann schiebt sich, einen Fuß vor den anderen setzend, auf jenen Schrein zu. Nur leise, nur ab und an, hört man ein metallisches knirschen, welches der Schild von sich gibt, den er auf dem Rücken trägt und der an den Riemen reibt, an welchen er befestigt ist. Sein Schwert hat er außerhalb der Kathedrale einem der Diener im vorbeigehen in die Hand gedrückt, doch der Schild, von dem wird er sich nicht trennen.

      Seine Schritte werden langsamer und leiser je näher er dem Schrein kommt. Immer wieder blickt er sich um als wolle er nicht, dass zu viele Augen auf ihm ruhen, während er vor den Schrein tritt. Direkt vor dem Schrein bleibt er schließlich stehen und lange verharrt er so. Den Kopf leicht nach unten geneigt, die Augen geschlossen. Er atmet langsam und ruhig.
      Nach langer Zeit schließlich rühert er sich wieder und greift in eine Tasche um dort einen Umschlag zu entnehmen. Wieder blickt er sich um ehe er diesen Umschlag in den dafür vorgesehenen Schlitz befördert.
      Noch einmal greift er in seine Tasche und diesmal ist es eine Kerze, welche er hervor holt. Sorgfältig hält er den Docht an eine bereits brennende Kerze. Einige Kleckse Wachs lässt er herab tropfen ehe er darin die brennende Kerze steckt und sie den Moment festhält, die das Wachs braucht um zu trocknen.

      Ein schnaufen ist zu vernehmen als er sich auf die Knie herab lässt. Schnell schaut er sich erneut um und dann faltet er die Hände zu einem Gebet. Es dauert nur einige Augenblicke ehe er sich ebenso laut Schnaufend wieder emporquält, wie er auf die Knie ging. Dann folgt er seinen Füßen den Weg zurück zum Ausgang. Und wieder hallt jeder schwere Schritt in der Halle nach.
    • Ein Bursche bringt am frühen Morgen ein Schreiben an den Schrein.
      Hochwertiges Papier, gute Tinte und eine akkurat-saubere Schrift zeichnen die Nachricht aus - ebenso wie ein erster Buchstabe, der ein kleines, kalligraphisches Kunstwerk ist.


      Mhyrea Maravel an die Ehrenwerte Priesterschaft des Elion
      12. Tag des 6. Monats im Jahre 283


      Elion zum Gruße, Hochwürden


      Im Rahmen einer von mir geplanten Einrichtung zum öffentlichen Wohl und Nutzen im Sinne der Lehren Elions, erbitte ich demütigst ein Treffen mit einem Glaubensträger, um den Segen und die Unterstützung der elionischen Kirche zu erbitten.


      Erreichbar bin ich schriftliche über das Büro der Brauerei Terasis, Osttor von Calpheon, Nr. 1, Erdgeschoss, oder persönlich im Archiv und Buchladen an der Marktstraße 3-1, und erbitte schriftliche oder mündliche Mitteilung eines geeigneten Termines.


      Bis dahin verbleibe ich mit demütigsten Grüßen


      Elion und Calpheon zur Ehr
      Wissen und Weitsicht


      M. Maravel
      My beard grows to my toes
      I never wears no clothes
      I wraps my hair
      Around my bare
      And down the road I goes.
    • Erneut sieht man am frühen Morgen die Lady Caitrionagh de Salvador am Schrein eine Kerze entzünden und im stillen Gebet den Kopf neigen, dem aufmerksamen Beobachter mag auffallen das sie ein weiches Lächlen auf den Lippen hat.
      Und auch heute übergibt sie wieder einen kleinen Beutel, bevor sie die Kirche verlässt.
      The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing.
      Edmund Burke
    • Eine junge östlicher Herkunft anmutenden Frau trat an den Schrein, die langen schwarzroten Haare zurück gebunden, ein einfache Kleidung aus ihre rHeimat gehüllt.
      Ein Brief wurde in den Schlitz geschoben, dann neigte sie respektvoll den Kopf, bevor sie sich umwandte um zu gehen.
      The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing.
      Edmund Burke
    • Am Nachmittag des heutigen Tages hat man am Schrein eine leicht gerüstete Frau wahrnehmen können, die einen Mantel tiefroter Farbe trug. Dieser wies sie als eine Dienerin der Kirche aus. Bewaffnet war sie mit einem Schwert, das sie in einer verzierten ledernen Scheide an ihrer Seite trug. In ihren Gürtel erkannte man eingebrannt die Symbole Elions sowie ein einzelnes Wort "Entschlossenheit".
      Sie war es, die die abgebrannten Kerzen entfernte und Frische bereit legte für die Gläubigen - ordentlich auf ein helles Tuch gebettet zu Füßen des steinernen Adlers.

      Toressa Melini ist etwaig ein höfliches Nicken entgegen gebracht worden auf die Gabe der Spende hin.
      "Ich diene dem Reiche. Einer muss es ja tun."
      - Varys (Game of Thrones)-
    • Am Abend des heutigen Tages konnte die Notarin Auriga gesehen werden, wie sie in die Kathedrale trat. Hatte sie die Stufen trotz Krücke noch selbstsicher und geraden Ganges erklommen, so wanderte der erstaunte Blick rasch das gigantische Bauwerk entlang, als sie vor dessen Pforte stand und sich winzig klein vorkam, für einen Moment ehrfürchtig erstarrt. Besonnener betrat sie schließlich das heilige Gebäude und ging zuerst zu einem der zahlreichen Weihwasserbecken, um sich dort Wasser zu schöpfen, einen Schluck davon zu nehmen und sich schließlich damit zu bekreuzigen.

      Erst dann trat sie tiefer in das Gebäude, um vor dem Schrein der Fürbitten in die Knie zu gehen und dort insgesamt acht kleine Kerzen zu entzünden, die sie vorher mit je einigen Buchstaben markierte:

      C.B.
      C.C.
      D.
      E.S.
      K.v.B.
      M.M.
      N.R.
      S.A.A.

      Sie harrte dort insgesamt vierzig Minuten lang kniend aus, um zu beten und war durch kein Ansprechen aus den Gebeten zu reißen.
      Als sie endete, legte sie ein Beutelchen mit einem Zehntel ihres Notariatseinkommens zu dem Schrein, ehe sie schließlich den Rückweg antrat.


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    • Etwas über einen Monat später und zudem diesmal am hellichten Nachmittag, geblendet vom Tageslicht, völlig kraftlos und müde, schiebt sich die Notarin in Mantel und Kapuze und einem Beutel mit einem weiteren Zehntel Ihres Einkommens in ihrer Umarmung in die Kirche, vor dem Schrein der Fürbitten und legt ihre Last vor diesem nieder.

      Statt stumm, fängt sie diesmal fast in normalem Sprechton an zu beten und zu bitten, Worte an Elion, die an den hohen Wänden des ziervollen Gebäudes zurückhallen. Mögliche Besucher scheint es vor der inbrünstig vor- und zurückwippenden Gestalt etwas zurückweichen zu lassen.

      Irgendwann mitten in dem sehr leidenschaftlichen Gebet entzündet sie schließlich doch noch die Kerzen.
      Nur zwei diesmal.

      C.C. und S.G...

      ...ritzt sie in das Wachs hinein.
      Die Kerzen sind schon lange verbrannt, als das Gebet dadurch beendet wird, das Mia nach Stunden einfach eingerollt vor dem Schrein einschläft. Erst mit der Dunkelheit wird sie dort wieder erwachen.



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    • Der Gang zur Kathedrale am Monatsende, um für das Heil und Glück der einen oder anderen Personen zu beten, Kerzen für sie zu entzünden und natürlich um ihren Zehnten vorbeizubringen, war für die Notarin Auriga geradezu Tradition.
      Jeden Monat kam sie her, um die Initialen der der Leute für die sie betete in das Wachs der Kerzen zu kerben, zu entzünden und so lange zu beten, bis die Kerzen herunter gebrannt und ihre Beine taub waren.
      Die Notarin kam üblicherweise allein, dieses mal jedoch nicht.

      Auf dem Platz vor der Kathedrale hielt die Notarin mit ihrem Kaltblut und erblickte unweit der Treppen die zur Kathedrale führten die in Trauerfloor herumgeisternde Gestalt der Matriarchin des Hauses Guerra, die gerade einen zu Teilen aufgegessenen Apfel achtlos in einen Hinterhof warf.

      Rasch führten ihre Schritte sie zu der Frau, schließlich sorgte Auriga sich um sie, ihre Gesundheit und noch dazu geisterte die Ergraute alleine herum. Die Jüngere sah sich regelrecht in der Pflicht die Ältere zu schützen, zu stützen.

      Und nach scheinbar kurzem, aber tief blicken lassendem Gespräch über Kirche, Gesinnung und Elion, war es die Notarin, die die Kommandantin des 47ten die Treppe zu Kathedrale hinaufgeleitete. Hand in Hand erklommen sie die Treppe und ließen, statt wie zu den offiziellen Anlässen in denen man einfach nur vorbeirauschte, die ehrfurchtgebietende Fassade des Gebäudes auf sich wirken, teilte dau die Gedanken und ließ den anderen daran teilhaben. Wie klein man sich fühlte und wie Auriga als Kind regelrecht Angst vor dieser Allgewalt hatte,gleichzeitig aber eine geradezu fanatische religiöse Begeisterung besessen hatte. Wie sich die Einstellung gewandelt hatte, von dem kindlichen Respekt und der Angst vor Strafe bei Verfehlung, hin zu dem Wissen um die Fehlhaftigkeit, deren ungewissen Ausgang man durch den Gang zur Kathedrale zu nehmen versuchte. Etwas Aussichtsloses weniger aussichtslos gestalten wollte.

      Am Eingang steuerte Auriga eines der Weihwasserbecken an, um sich mit dem geheiligten Nass zu bekreuzigen und aus zur Schale geformten Händen einen Schluck davon zu trinken. Der Matriarchin, die nur noch über eine Hand verfügte, half sie dabei, es ihr nachzutun und lieh ihr regelrecht eine der eigenen Hände.



      So gingen sie gemeinsam durch das Hauptschiff der Kathedrale bishin zum Altar und schließlich daran vorbei, kurz getrübter Stimmung, erinnerte der Anblick doch an die kürzlich gehaltene Messe und den Abschied von der viel zu jung von dieser Welt gegangenen Julianne.
      Der Weg führte sie rechts hinauf, wo die goldenen Adlerschreine standen, auf deren Sockel die Betenden ihre Gebetskerzen anbrachten und entzündeten. Lange, leise geführte Gespräche begleiteten das Handeln und Auriga legte einen scheinbar sehr schweren Beutel am Schrein ab, der ihren Monatszehnten betrug. Es muss ein entsetzlich ergiebiger Monat gewesen sein.

      Mit zehn Kerzen in den Händen der Notarin und sieben in den Händen Scrulas, wandten sie sich einem der weniger vollgestellten Sockel zu, um dort in ruhe die Kerzen mit eingekerbten Initialen zu versehen.
      Diesmal schlug sie der Matriarchin die Hilfe aus, als diese darum bat, für sie in die Kerzen zu kerben. Stattdessen erklärte die Notarin ihr, wir sie dies selbst unter Nutzung des Armstumpfes vollbringen konnte. Veronique Miriam war ihr zwar gerne Stütze und Hilfe, mochte sie gar in Watte packen, aber der Selbstständigkeit wollte sie sie nicht berauben.


      Die Initialen die Scrula in ihre Kerzen ritzte, nachdem die erste durchgebrochen war:
      V.I.G
      J.M.G
      S.T
      I.V.G
      H.D
      V.M.A

      Die Initialen, die Veronique Miriam Auriga in ihre Kerzen ritzte:
      S.G.
      C.C.
      V.G.
      J.G.
      K.v.R.
      H.F.
      A.B.
      I.A.
      J.D.
      (m) A.M.A.

      Mit Wachs einer unbeschrifteten Kerzen träufelte Auriga kleine Pfützen auf den Sockel, in denen sie die Kerzen aufstellte, damit sie nicht umkippten. Gemeinsam entzündeten Scrula und sie jeweils ein langes Zündholz, um damit die Kerzen zu entfachen. Dabei begann Mia zu singen und bald schloß auch die Ältere sich dem Choral an, so dass die Kathedrale zu später Stunde erfüllt war von dem demütigen Gesang der beiden Frauen.

      Als das Lied vorbei und alle Kerzen enzündet waren, ließen sich die beiden Frauen auf die Knie herabsinnken und verfielen für lange Stunden ins Gebet.
      Unregelmäßig schienen die Kerzen herabzubrennen. Während einige noch am Stummelchen loderten, waren einige bereits erloschen, als beide ihre Gebete beendet hatten und mit dem elionischen Äquivalent zum Vaterunser abschlossen.

      Beide mit eingeschlafenen, lange tauben Beinen, brauchten eine Weile um sich zu erheben und schließlich, unter der Aussicht auf einen Obstsalat, auf den Weg aus der Kathedrale zu machen.


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